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„Das ist ja gar kein ‚Bumsbuch‘“

Ich musste neulich über eine Rezension, die ich erhalten habe, wirklich schmunzeln. Die Rezensentin (boah, was ein Wort!) hat über RIDING HOME angemerkt, dass das Cover den Eindruck eines „Bumsbuches“ erweckt und war dann überrascht, dass es das im Grund nicht ist. Das Wort „Bumsbuch“ ist einfach nur genial (und ich will hier nichts abwerten. Ich hoffe ihr wisst, dass ich das mit einem zwinkernden Auge meine.)

 

Natürlich gibt es Sex in dem Buch und für meine Verhältnisse auch sehr detailreichen Sex. Denn ich bin, was das angeht, echt schüchtern. Verklemmt will ich nicht sagen, aber wenn ihr wollt, dann nur zu ;-) Ich taste mich noch immer ganz vorsichtig an dieses Thema heran und habe für mich mit der RIDING Reihe einen Punkt erreicht, den ich vermutlich niemals überschreiten werde. Ich bin keine Erotikautorin und bewundere jeden, der das heiß, temperamentvoll und stilvoll hinbekommt. Spätestens nach der zweiten Sexszene gehen mir sämtliche Ideen aus. Hm, vielleicht mal auf dem Wäschetrockner? Auf der Treppe? Im Kinderzimmer? Er könnte sie ja mal auf den Poppes hauen? Oder einfach währenddessen zu jodeln anfangen?

 

Nein, ich bin garantiert kein Quell für prickelnde Erotik, aber ich gebe mein Bestes. Denn Sex gehört zu Liebesromanen dazu. Ob man es jetzt ausführlich beschreibt oder nur andeutet. Es ist ein tolles Mittel, um die Protagonisten einander näher zu bringen.

In der Schreibwelt ist es aber nun mal so, dass es verschiedene Genres gibt. In klassischen Erotikromanen wird der Sex in den Fokus gestellt. Bei einem Liebesroman ist der Sex nicht das Hauptthema. Wie oft und detailliert er jedoch vertreten ist, hängt dann von dem Subgenre ab. Die RIDING Reihe spielt ja in dem MC Romance Genre und dieses zeichnet sich schon durch viel und härteren Sex aus. Die Erwartungen durften da also durchaus an mein Buch vorhanden sein.

 

Aber ich schreibe eben das Buch und kein Genre-Experte. Und ich fühle mich in einer zu harten Sexwelt nicht wohl. Ich hoffe daher, dass der Spielraum des MC Romance Genres ausreichend groß ist, sodass meine Bücher da ein Plätzchen finden und dennoch akzeptiert werden. Das klingt jetzt irgendwie so, als gäbe es nur Blümchensex bei mir und das stimmt natürlich so auch nicht. Ich gehe an meine Grenzen und habe das Gefühl, dass ich jedes Mal ein Stückchen weiter gehe. Zum Erotikroman wird es wohl aber nie reichen, doch das muss es gar nicht. Das können andere viel besser als ich, denn meine Stärken liegen sicherlich woanders.Von daher: Nein, „Bumsbücher“ sind meine Romane alle nicht. Sex gibt es. Detaillierten, gefühlvollen und manchmal wilden Sex auch. Brutalen, zerreißerischen Sex über mehrere Seiten nicht. Mir war es wichtig, das nur klarzustellen, weil ich weiß, dass die Rezensentin (da isses wieder, das Zungenbrecher-Wort!) nicht die Einzige war, die darüber etwas gestolpert ist.

 

Ich hoffe aber, dass mein MC trotzdem seinen Platz finden wird.

 

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