Über mich ...

Wer bist du eigentlich?

 Eigentlich nur jemand, der genauso gern Bücher liest wie du, aber schon früh Lust hatte selbst Geschichten zu erzählen. Angefangen hat alles mit Fanfiktions, die ich bis heute noch gern schreibe. Manches wollte ich einfach anders haben, die dargebotene Geschichte umschreiben oder mich in die starken Armen der Hauptfigur schreiben ;-)

 

Doch dabei ist es nicht geblieben, denn irgendwann wollte ich mehr. Ich wollte eigene Charaktere erschaffen, sie auf andere treffen lassen, Abenteuer erleben, Krisen bewältigen. Und so habe ich angefangen immer mehr und mehr zu schreiben, bis ich das Schreiben zu einem festen Bestandteil meines Lebens machte. Das ist es also bis heute noch.

 

Ja, schön und gut … aber wer bist du denn jetzt?

 Ich bin Ronja Weisz. Aber ich heiße im wahren Leben dann doch etwas anders. Hauptberuflich schreibe ich auch nicht, sondern arbeite in einem Chemieunternehmen als Industriekauffrau. Wenn neben dem Schreiben und dem Austüfteln von neuen Ideen dann noch etwas Zeit übrig bleibt, fahre ich gern Fahrrad oder seit neustem auch Motorrad. Ich mag es schnell unterwegs zu sein und genieße das Leben, wo ich nur kann. Ob jetzt auf der heimischen Couch (ich bin eine richtige Couch-Potato, wenn man mich nicht rechtzeitig da wegholt) oder aber irgendwo in fernen Ländern.

 

Auf die Welt gekommen bin ich im Herbst 1987 und lebe heute glücklich mit meinem Partner in einer tollen Wohnung in einer unserer schönen deutschen Großstädte.

 

 

Und wie kam es zur ersten Veröffentlichung?

Ich habe immer schon veröffentlicht, wenn man das Wort nicht so streng nimmt. Hauptsächlich meine Fanfiktions, später auch mal die ein oder andere Prosa Geschichte, aber eben alles im öffentlichen Bereich. Auf die Idee gekommen das Ganze etwas professioneller anzugehen, bin ich nie. Dafür bin ich nicht gut genug. Das ist so viel Arbeit. Ich kenn mich in der Branche doch gar nicht aus. Und das ist nur ein Teil der Gedanken, die mir durch den Kopf gingen.

 

Es waren tatsächlich andere Menschen, die mir immer und immer wieder den Denkanstoß gegeben haben. Ich habe die liebsten und sympathischsten Menschen über die Fanfiktion—Welt kennengelernt und je mehr ich in die Community dort wuchs, umso häufiger kamen die Aufforderungen mit meinem Geschreibsel ernst zu machen.

 

Irgendwann wurde der Samen in meinem Kopf dann zu einem zarten Pflänzchen. Aus einem ‚Oh Gott, definitiv nein!‘ wurde ein ‚Was habe ich eigentlich zu verlieren?‘  

 

Ich werde vermutlich niemals aufhören zu schreiben, auch wenn ich es nur für mich tue. Aber der Gedanke, dass das vielleicht auch anderen gefällt, war für mich total berauschend. Also habe ich mich in die Verlags-/Agenturswelt eingearbeitet.

 

Obwohl ich ein Mensch bin, der alles sehr genau ergründet, sich alles erstmal durchliest, zahlreiche Fragen stellt, bevor er aktiv wird, habe ich einige Anfängerfehler gemacht. Aber das muss wohl so sein. Das gehört eben dazu.

 

Und am Schluss kam dann doch eine Menge Glück dazu. Man kann toll schreiben, aber dann mangelt es manchmal an der Idee, die gerade In ist oder gesucht wird. Oder man hat eine tolle Idee, aber an der Sprache happert’s etwas. Manchmal weiß man auch einfach nicht, warum einen keiner will und das können ganz triviale Gründe sein, wie z.B. dass das Verlagsprogramm voll ist, man schon einen Roman in dieser Richtung vertritt oder etwas noch viel Simpleres. Trotzdem trifft einen jede Absage doch sehr persönlich, gerade wenn man sich viel Mühe gibt und alle Regeln beachtet.

 

Mein persönliches Glück war wohl, dass ich mein neues Hobby, nämlich das Motorradfahren, unbedingt in einen Roman integrieren wollte und der Sieben Verlag genau das zu diesem Zeitpunkt gesucht hat. Und irgendwie hat alles sofort ganz toll gepasst. Mitte März 2017 habe ich mein Manuskript vorgelegt, bereits drei Tage später lag die Zusage vor. Da das Lektorat und das Korrektorat so einwandfrei geklappt haben, stand recht bald schon fest, dass der Roman noch in diesem Jahr das Licht der Welt erblicken darf.

 

So wird also am 01. September 2017 mein Debütroman RIDING HOME (Death Raiders MC 1) erscheinen.

 

Und ja, der Titel lässt es schon erahnen; Folgebände sind geplant ;-)

 

 

Was kann man von deinen Romanen erwarten?

Ich habe noch nie, in meinem ganzen Leben nicht, eine Fanfiktion, einen Roman oder eine Kurzgeschichte ohne Romantik geschrieben. Wer mich privat kennt, wird darüber die Stirn runzeln. Oder, um es mal mit den Worten meiner Mutter zu sagen „Du bist doch gar nicht romantisch!“ Und es gibt niemanden, der einen besser kennt, als die eigene Mutter ;-)

 

Stimmt. Ich bin ein sehr unromantischer Typ in meinem Privatleben und ich versuche noch immer zu ergründen, warum es mich schreibtechnisch dann nicht loslässt das Thema von allen Seiten zu ergründen. Etwas durchscheinen tut es dann allerdings doch, denn ich mag es nicht kitschig und nicht süß-klebrig. Meine Protagonisten fluchen oft (so wie ihre Erschafferin) und sagen sich nur sehr selten nette Dinge (davon könnte mein Freund jetzt auch ein Lied singen). Aber genau das macht den Reiz für mich aus. Ich brauche keinen Schmalz-Monolog, aber ich brauche den Moment, wo sich ein Kerl für eine Frau vor die Kugel schmeißt, obwohl er ihr zuvor gesagt hat, dass sie ihm nichts bedeutet. Für mich zählen Taten immer mehr als Worte (und das sagt eine Schriftstellerein … Herrje, ich hoffe ihr wisst was ich meine).

 

Meistens, aber nicht immer, brauche ich in meinen Romanen auch noch eine andere Komponente. Ich mag es blutig, brutal und spannend. Ich mag überraschende Wendungen, Action und Verzweiflungsmomente. Deswegen habe ich im Romantic Thriller Genre mein Genre gefunden. Dieses besteht in der Regel zu 50% Romanik und 50 % Thrillerelementen. Perfekt also.

 

Was ist mir sonst noch wichtig? Ich mag keine gekünstelte Sprache. Neulich habe ich in einem Gegenwartsroman gelesen, wie eine Mitte Zwanzigjährige zu ihrem Partner den Satz sagt „Du beschämst mich.“ Könnt ihr euch eine Studentin vorstellen, die so spricht?

 

Viele Autoren haben den Anspruch eine schöne Sprache zu entwickeln, die das Niveau der deutschen Sprache hoch hält und das finde ich auch richtig so. Nur ist es nicht meine Art zu schreiben. Ich will, dass man sich damit identifizieren kann, ein so lebendiges Bild, wie nur möglich vor Augen hat und das gelingt mir selbst beim Schreiben nur, wenn ich in gewisser Weise ein Spiegelbild der Gesellschaft zeichne. Und die Gesellschaft flucht, benutzt auch mal Fäkalsprache und ist doch auch sehr direkt.

 

Ich hoffe, dass ihr jetzt nicht denkt, dass da nur sprachbeschränkte, primitive Charaktere zeichne ;-) Ich will eigentlich nur deutlich machen wie wichtig es mir ist der Welt da draußen treu zu bleiben, realistische, nachvollziehbare Charaktere zu erschaffen, die uns genauso gut morgens in der U-Bahn gegenübersitzen könnten.

 

 

Jetzt habe ich euch aber zugequasselt :-D Wenn ihr trotz allem noch Fragen an mich haben solltet, dann bitte zögert nicht mich auszuhorchen.